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Start auch in der BL MItte

16.Oktober 2012

Nach der Westliga steigt nun auch die Mitte in die Meisterschaftssaison 2012/2013 ein. Gerade noch eine Woche vor den Blitz- und Schnellschachstaatsmeisterschaften in Bad Vöslau werden sich die zwölf Mannschaften in der Wirtschaftskammer in Grieskirchen in Oberösterreich treffen. Gespannt darf man sein ob der Schachverein Wolfsberg seiner langjährigen Favoritenrolle in dieser Saison endlich gerecht werden kann. Neben der halben Kroatischen Nationalmannschaft, die schon in den letzten Jahren für Wolfsberg agierte, hat man sich zur Sicherheit auch noch mit IM Eva Moser verstärkt. Die Herausforderer werden es schwer haben. Auffällig von den Teams ist auch noch die Aufstellung von Maria Saal. Neben einem GM auf Brett eins setzt man schwer auf die junge Garde aus Südösterreich. Auch die beiden Aufsteiger Sauwald und Gleisdorf scheinen von der Aufstellung her stark zu sein. Ansonsten wird es so sein, wie schon die letzten zehn Jahre oder mehr. Wer kann an den vier Spielwochenenden seine besten Spieler an die Bretter bringen und wer hat die beste Ersatzbank?

Spielbeginn am Freitag ist um 17.00 h, am Samstag beginnt man um 14.00 h, am Sonntag werden um 10.00 h die Matches angepfiffen. Alle Partien werden live ins Internet direkt auf diesem Portal ohne Zeitverzögerung übertragen.

MM

Topfavorit SIR Bernhard setzt sich klar an die Tabellenspitze

Die Rangordnung im Westen blieb nach den drei Startrunden einstweilen gewahrt, die drei favorisierten Teams liegen vorne. Eine blühtenweiße Weste trägt allerdings nur mehr SIR Bernhard, das in der Salzburg Gruppe drei mühelose Siege feiern und sich bereits deutlich an der Spitze des Feldes festsetzen konnte. Zillertal hat mit einem 3:3 gegen Rochade Rum bereits Federn gelassen. Zwei knappe 3,5:2,5 Siege gegen Kufstein/Wörgl und Schwaz halten das Team aber im Titelkampf. Falls man nach nur drei Runden von einem Mittelfeld sprechen kann, dann reicht es von Rang 3 (Kufstein/Wörgl bis Rang 8 (Ranshofen). Fünf Teams haben eine negative Bilanz aufzuweisen, mit Mozart Salzburg steht aber nur eine Mannschaft noch völlig "nackert" sprich punktelos da.

Wie erwartet sparten die meisten Mannschaften nicht beim Personal. 43 internationale Titelträger (5 GM, 1 WGM, 19 IM und 18 FM) wurden in die Schlacht geworfen. Damit braucht der Westen auch den Vergleich mit der Ostliga, die ebenfalls an diesem Wochenende die ersten beiden Runden absolvierte nicht zu scheuen. In der Ostliga, gebildet von den Bundesländern Wien, Niederösterreich und Burgenland waren zum Auftakt vergleichsweise "nur" 33 Titelträger am Start (3 GM, 17 IM, 13 FM).

Im Bild das Match der 2. Runde in der Regionalgruppe Hohenems (Hohenems 2 - Ranshofen) welches die Gastgeber mit etwas Glück knapp 3,5 : 2,5 gewinnen konnten. Auf Brett 1 spielt der Neuzugang der Hohenemser, IM Dennis Breder (rechts) gegen den Ranshofener GM Zoltan Medvegy. Die Partie endete remis.

rk

Der Westen eröffnet, am kommenden Freitag beginnt die große Hatz

Hatz auf wen ist die Frage. Ein ganz klarer Favorit ist nicht auszumachen, mit Zillertal, SIR Bernhard (Salzburg) und vielleicht auch Kufstein/Wörgl raufen sich drei Teams um den Titel, die alle schon Bundesliga 1-Luft geschnuppert haben, bei SIR und Kufstein liegt das erst ein paar Monate zurück. Während die Salzburger ihr Team zusammen halten konnten, hat Kufstein/Wörgl Kunin und Hertneck abgegeben. Bei Zillertal taucht neu der Name Votava auf. Sollte der tschechische GM öfters zum Einsatz kommen, dann werden auch die Tiroler ein gewichtiges Wörtchen bei der Titelvergabe mitreden. Die eine oder andere Verstärkung geholt haben auch Rum (Wegener, Fedorovsky), Schwaz (Deglmann), Götzis (Raykhman), Hohenems (Breder, Kessler) und Bregenz (Serafimov, Graf). Ranshofen, Mozart Salzburg, Schwarzach und ASK Salzburg setzen auf Altbewährtes. Abgänge gab nicht allzu viele, in Summe ist die Liga vermutlich stärker als je zuvor.

Es ist also zu erwarten, dass die Teams bei den regionalen Auftaktrunden in Hohenems (Bregenz, Götzis, Hohenems, Ranshofen), Wörgl (Rum, Schwaz, Zillertal, Kufstein/Wörgl  und Salzburg (SIR, Mozart, Schwarzach und ASK) gleich ordentlich zur Sache gehen werden. Schonzeit wird es vermutlich nicht geben, denn wer den Start verpasst wird es im Laufe der weiteren Meisterschaft schwer haben. Die Meisterschaft der 2. Bundesliga-West 2012/13 verspricht eine hochinteressante zu werden. Es gibt zwei bis drei Titelanwärter aber auch fünf bis sechs starke und unberechenbare Jäger, denen die Favoriten jederzeit zum Opfer fallen können. Auch der Abstiegskampf ist offen. Platz 10 dürfte jedenfalls zum Hochrisikoplatz werden, den es zu vermeiden gilt. In der vergangenen Saison hat er bekanntlich nicht gereicht.

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